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Die Nachbarin hat mir neulich die Jugendzimmereinrichtung ihrer ausgezogenen Tochter gezeigt. Bett, Schrank, Kommode, Regale, Schreibtisch, ein vollständiger zusammenpassender Satz.

Bei uns ist kein einziges Zimmer so eingerichtet, alles ist ein Konglomerat aus "auf dem Wertstoffhof gefunden", "braucht ihr das, wir haben keinen Platz mehr dafür" von Freunden/Verwandten und einzelnen, selektiv zugekauften Möbelstücken.

Wie ist das bei euch?

@lilo Ein großer Teil meiner Möbel sind von meiner Familie und Freunden, die sie nicht mehr wollten oder brauchten. Der Rest ist aus den Kleinanzeigen, oder selbst gebaut.
Neu gekaufte Möbel habe ich glaube ich nur 1 Sessel und der Schreibtischstuhl.

@lilo zu vielen Möbeln habe ich eine Beziehung, weil sie mich an Menschen erinnern, oder an Lebensphasen.
Meinen Couchtisch z.b. habe ich aus einer großen hölzernen Kabeltrommel gebaut. Sie stammt von einer meiner größten Baustellen, für die ich knapp 1 Jahr in Österreich auf Montage war.

@LittleJoeMuc Das ist hier auch so – einerseits schön, andererseits aber auch schwierig. Ich räum gern um, aber da sind dann so Konstanten, an denen man nix ändern kann/darf/will. Der geerbte Teaktisch, der zwar schön, aber total unpraktisch ist, weil man auf den man nix draufstellen kann. Die Art-Deco-Stühle der Großmutter, die in einem Zimmer stehen müssen, wo niemand Kakao drüber gießen wird, usw....

@lilo so eng sehe ich das nicht, sind schon weiterhin Gebrauchsgegenstände und den Gebrauch darf man denen auch ansehen. 😊

@lilo genau so und dazu noch einiges an Teilen, ich würde sie als Upcycling bezeichnen.

@lilo In meinem "Jugendzimmer" stand eine Kombination aus Büroschränken, die bei einem Unternehmensumzug übrig geblieben sind. Mein Vater hat sie zum Teil zersägt, damit ich einen Schrank hatte, der tief genug war, um eine Kleiderstange einzubauen. Diese Schränke haben mich noch ein paar Umzüge begleitet. Leider mussten bei jedem Umzug mehr Schrauben alles zusammenhalten, aber bis es entsorgt wurde, waren es die perfekten Möbel für mich.

@lilo 45% neu gekauft, 35% geerbt/übernommen/Sperrmüll, 20% selbst gebaut

@lilo wir haben keine Kinder, aber wenn, hätte deren Zimmer auch zum großen Teil aus zusammen gewürfelten Möbeln bestanden.
Mein Jugendzimmer war so und ich habe es geliebt! Teile davon habe ich noch Jahre später genutzt

Und unsere Wohnungen waren/sind auch so. Das gibt ihnen mehr Persönlichkeit und Charakter.

@lilo mein Kinderzimmer hat nen Kleinwagen gekostet. Alles Echtholz von Hülsta.

Mein Zimmer meiner ersten eigenen Wohnung alles von Ikea. Zum 1/10 meines Kinderzimmers. 🙈😅

@lilo
Wie bei Euch, Einbauküche ausgenommen. Schlafzimmerschränke sehen geplant aus, weil wir die vor 20 Jahren aus dem schwedischen Möbelhaus für unsere jeweiligen Wohnungen gekauft haben und dieselben genommen haben.

@lilo

Genauso. Ich würde mich in einem Ikea-Musterzimmer nicht wohl fühlen.

Es passt hier zwar alles irgendwie zusammen, aber gleichzeitig herrscht gepflegtes Chaos. Das setzt einen nicht unter Druck und ist einfach nur gemütlich... ;-)

@lilo Auch so, bei uns gibt es kaum gekaufte Möbel. Fast alles Erbstücke von der Familie, dazu noch was aus einer Entrümpelungsaktion, bei der der Liebste mal half. Ich würde mich in einer Wohnung mit moderner neu gekauftem Mobiliar nicht wohl fühlen, finde das meiste, das es zu kaufen gibt auch echt nicht schön.

@lilo
hm. mittlerweile besteht bei mir fast alles aus paletten und obstkisten. herrlich abgeranzt aber praktisch und unverwüstlich und superpraktisch wenn mensch öfters mal umzieht.
der rest ist sperrmüll, kleinanzeigen,...

eigentlich so gut wie alles holz.

ich mag das es so schlicht und verspielt gleichzeitig ist und jederzeit umgepuzzlet werden kann. und überall kann ich zettel dranpinnen, bilder anheften,...

organisiertes chaos in dem ich zuhause bin und sich niemand sonst zurechtfinden würde.
perfekt eigentlich 🤷‍♀️

@lilo
und es ist einfach alles auf mich optimiert. mein bett ist n meter hoch und 2,20 lang, darunter wohnt die beste hündin der welt, mein schreibtisch ist riesig,.. alles ist etwas höher als standard, weil ich eben auch was höher bin als standard,...

@lilo
und, eigentlich das allerwichtigste:
alle möbel werden mit dem alter, den flecken, den abgestoßenen ecken, tassenrändern, kratzern,... immer schöner. bekommen charakter.

irgendwie macht das für mich total viel aus.

@dublinstinkt Das klingt super schön! Umpuzzlen trifft das, was ich alle paar Monate mache, auch ganz gut ("wenn ich dieses Regal in dieses Zimmer... und dann kann ich mit den Kisten da einen Raumteiler aufbauen...")

Der Tröt neulich von @lilo hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe in meinem ganzen Leben nur acht mal Möbel gekauft, davon drei auf dem Flohmarkt und einmal eine Einbauküche. Der Rest sind Erbstücke, in der Familie weitergegebenes oder auf dem Sperrmüll gefundenes.

@Thalestria Ich fand eure Erfahrungsberichte so wohltuend. Dass da noch so viele andere ihre Wohnung aus gebrauchten Möbeln zusammenpuzzlen :-)

@lilo Ich auch, hab mich dann nicht mehr so exotisch gefühlt, dass da noch mehr Leute wie wir draußen sind. <3

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